Kulturelles Projekt

Schauspiel Frankfurt

»SHARE!« - Stadt-Theater-Räume teilen und gestalten

Was können, was wollen, was müssen wir teilen – und wie?  Hierbei geht es um Geld, Bildung, Kultur, politische Einflussnahme und nicht zuletzt soziale Segregation. Das Schauspiel Frankfurt startet 2022 mit dem neuen Projekt: »SHARE!« und der Frage: Was könnte Theater in Zukunft sein? Gemeinsam mit jungen Menschen aus der Stadt wird eine kreative Feldforschung entwickelt, jenseits rein theoretischer Diskurse. Übergeordnetes Ziel ist die Erprobung einer neuen Ästhetik der Begegnung. 

Fassade Schauspiel Frankfurt; Foto: Birgit Hupfeld

»SHARE!« knüpft an das großartige Projekt »All Our Futures« an, welches von der Commerzbank-Stiftung gefördert wurde, und setzt dieses mit neuen Elementen fort. Über drei Jahre hatten Schüler:innen unterschiedlicher Schulformen, sozialer und kultureller Hintergründe in einem Crossover verschiedener Kunstformen kontinuierlich zu der Frage geforscht, wer sie sind und wie sie Leben und Zukunft gestalten wollen. In »SHARE!« geht es nun um das Thema der Begegnung und die Frage nach Verteilung – die Verteilung oder auch das Teilen von Ressourcen, Geld, Macht, Raum, aber auch von Erfahrungen und Gefühlen. 


Das Bockenheimer Depot, eine externe Spielstätte des Schauspiel Frankfurt, ist Aufführungsort und zugleich lebendige Skulptur, die sich über den Zeitraum der Bespielung in immer neuen Versionen präsentiert. Performative Module wie Try-Outs oder Workshops wurden schon bei »All Our Futures« erfolgreich erprobt. Das Depot bildet dabei nun einen offenen Begegnungsraum, wo Menschen aus vielen Bereichen zusammenkommen. Künstler:innen verschiedener Sparten stellen ihre Arbeiten vor und kommen darüber in Austausch mit den jugendlichen Akteur:innen. Zudem treten Expert:innen aus Politik und Wirtschaft in den Dialog mit der Stadtgesellschaft über verschiedene Gesprächs- und Performanceformate. Das Programm zielt darauf, transkulturellen Austausch zwischen den diversen Gruppen von Jugendlichen, den Profis aus dem künstlerischen Bereich sowie den Institutionen des Stadtraums zu ermöglichen und zu gestalten.